Johann Pachelbels Chaconne f-moll: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Zentralmensa)
(... hab' ich mich um ein Jahrhundert verschrieben ...)
 
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'''Johann Pachelbel''' aus [[Nürnberg]] lebte von 1753 bis 1806. Gängiger ist es, den Nachnamen mit Betonung auf der ersten Silbe auszusprechen.
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'''Johann Pachelbel''' aus [[Nürnberg]] lebte von 1653 bis 1706. Gängiger ist es, den Nachnamen mit Betonung auf der ersten Silbe auszusprechen.
  
 
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Aktuelle Version vom 1. Juli 2020, 06:02 Uhr

Johann Pachelbel aus Nürnberg lebte von 1653 bis 1706. Gängiger ist es, den Nachnamen mit Betonung auf der ersten Silbe auszusprechen.

Helmut Walcha     Holger Gehring Maurizio Mancino Wolfgang Rübsam

Die Walcha-Interpretation ruhig und aufmerksam. Was für eine Orgel! Was der obere Ton da macht, wie der klingt am Ende. Schon fast elektronisch ... Ein sehr ausgewogenes und dennoch lebendiges Spiel. Der Gehring spielt auch echt gut, finde ich. Also, schön abgesetzt und so und da wirken die Effekte, die die Orgel bietet, ganz woanders, als bei Walcha. Subtiler. Mehr Ton. Schön konservativ von der Fingertechnik her. Mehr ins Orchestrale greifend Maurizio Mancino. Der Hall fällt stärker ins Gewicht, als bei den anderen Interpretationen, Eigenheiten der Orgel fallen derart weniger auf. Wegen der starken Hallbeteiligung sollen hohe Dynamikabstände die Dramaturgie sichern. Die Bezugspunkte werden dabei einigermaßen plakativ aufgesucht. Elegant Wolfgang Rübsam. Mit der Spieltechnik erreicht er viel. Sehr konturierte Abteilungen. Wie aus einem Lehrbuch für Interpretationstechniken anschaulich dargelegt, die Verzierungen leicht und nebenbei, die Themen schwer. Expressive Ritardandi, gerade noch im grünen Bereich, wenn man prinzipiell nicht gerne aufs Metrum schaut.

Bei Wim Winters', der leider auf Youtube geguckt werden muss – einfach den Link klicken [1], Interpretation ungewöhnlich viel Air und Rauschen. Viele Ritardandi und Accelerandi. Sehr dramatisch. Die Sounds sind teils ganz abgefahren, anders abgefahren, wie bei Walcha, wo sie komplett abgefahren sind. Aber eher in den Mitten. Die längste der Interpretationen, ganze zwei Minuten 40 länger als die kürzeste, etwa 25% gestretcht könnte man sagen. Schön schwul am Ende.

Nikolaus Dorsch   Chris Paraskevopoulos

Dr. Nikolaus Dorsch, Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis 195, an der Führerorgel gefällt mir wirklich sehr gut. Die Reichweite der Emotionen von der Action bis zum Tragischen gespannt, wo das Stück an sich eine verhaltene Komödie ist – ein höfischer Tanz. Tolle Dekonstruktion. Die instabilen dynamischen Verhältnisse machen die Sache spannend. Bei Paraskevopoulos der Mensaklang: Betonwüste Zentralmensa der Uni Göttingen in den 1970er Jahren, ich erinnere mich genau. Auch eine schöne Orgel. Eine intellektuelle, stark durchreflektierte, Interpretation, das passt. Das Ende ist auffällig breit angelegt. Verzögert beim Umblättern, ohne mit der Wimper zu zucken. Das ist gut ...

Ein bisschen zu gewaltig und dann auch wieder nicht subtil genug, von den Klängen her uninteressant, finde ich Karl Richter [2] Irgendwie ravig, bin ja kein Raver ...

Weblinks

  • Artikel Johann Pachelbel [3] bei der de.wiki